sAMSTAG 25. jUNI 2022

Patent Ochsner
Kunz
Stiller Has
 

 

Türöffnung      15.30 Uhr

Patent Ochsner

Das Ochsenuniversum ist so farbenfroh wie eh und je. Emotional, distanzlos, überbordend, fantasievoll, aber niemals cool. Da wird frech zitiert, mit Bildern, Worten und Klängen jongliert, da werden die Stile vermischt, dass man sich bisweilen auf einer kleinen Weltreise wähnt.

Das Ochsenuniversum ist ein bittersüsses Panoptikum, eine Achterbahn, auf die man mitgenommen, ja mitgerissen wird. Die Reise führt wie so oft von Tiefsinn zu Nonsens. Hinter jeder Ecke, nach jeder Trennrille, wartet eine neue Überraschung. Alles ist möglich in der Welt des Ochsen.

Büne Huber ist ein kreatives Kraftwerk, das läuft und läuft. Mit gelegentlichen Störfällen. Aus denen macht Huber keinen Hehl, dafür Lieder. Huber verbindet Tiefgang mit Überschwang und Lebensfreude. Das klingt live unverschämt frisch und verspielt und macht Patent Ochsner zur beliebtesten Band der Schweiz.

www.patentochsner.ch

KUnz


In jüngster Zeit sammelt KUNZ Erfolge wie andere Leute Likes: die letzten drei Alben wurden allesamt mit Gold ausgezeichnet, KUNZ erhielt einmal den kleinen und zweimal schon den Prix Walo. Auch mit dem aktuellen Album «Förschi» landete KUNZ direkt auf Platz1 der Schweizer Hitparade; damit erreichte KUNZ bereits zum dritten Mal die Spitze der Album Charts. Für die Band aber kein Grund abzuheben: KUNZ bleibt selbstironisch und begegnet allem mit gewohnt gutgelauntem Augenzwinkern, wie es kürzlich auch im oft geteilten «Förschi – Der Film» zu sehen war.

Mit seiner Band, neu auch mit Bläsern und Pianist, wird KUNZ alle Fans auf eine energiegeladene und farbenfrohe Reise weit weg von allem Alltäglichen mitnehmen. Denn steht die Band auf der Bühne, füllen sie jeden Raum mit Menschen und deren Herzen wiederum mit ganz viel Freude und unbändiger Energie. Dabei wird getanzt, gesungen und geträumt, kein Hömmli bleibt trocken, kein Fuss im Schuh, denn stillgestanden wird definitiv woanders.

www.kunzmusik.ch

Stiller hAs

Wenn die Krähen aufs Auto scheissen und die Liebe sich gen Süden verzogen hat, wenn die Pfadfinder bereits im Vorgarten stehen und die schönen Momente nur noch Sekundenbruchteile dauern, dann wird es Zeit, dass der Hase wieder Haken schlägt. Die Welt wird komplexer und unverständlicher. Absurder und bedrohlicher. Das einzige was uns als Hoffnung bleibt, ist der Mann, der der Welt seine überlebensgrosse Poesie entgegenhält. Auf dass wir lachen können, wo eigentlich alles nur noch zum Weinen wäre. Endo Anaconda lässt uns nicht hängen. Wenn der leere Akku des Handys unsere Selbstinszenierungen unterbricht, dann bleibt uns nur noch unser Leben und das Sterben. Endo altert auf «Pfadfinder», dem 12. Studioalbum von Stiller Has, mit philosophischer Grösse und umgibt sich mit einem neuen musikalischen Gewand, auf dass ihn auch jene endlich hören mögen, die bislang seinen weisen Worten noch nicht lauschten. In finsteren wie guten Zeiten braucht es einen wie ihn, um uns durch die existenzialistischen Sümpfe der Gegenwart zu lotsen. Und wenn er am Ende «füdliblutt» auf dem Dach Trompete spielt und dazu lapidar meint: «Es chönnti Kunscht si u nid nume Krach», wissen wir definitiv, dass der Hase das Hoppeln noch nicht verlernt hat. 

Wie die Neue Zürcher Zeitung einmal schrieb, «Endo Anaconda beschreibt und besingt die Befindlichkeit in der Schweiz wie niemand sonst». Und der Troubadour bleibt unbeugsam: «Man muss glauben, dass es etwas Gutes im Menschen gibt. Man muss.», und pocht bar jeder Ironie auf das Argument des Herzens: «Die Liebe ist der einzige Ausweg».

www.stillerhas.ch 

 
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